Claudia Cardinale – live in letzter Minute

Wie man erfolgreich an einen Star herankommt, hat mein Kollege Thomas Gutersohn von DRS 4 News bewiesen: Er konnte heute kurzfristig die Schauspiellegende Claudia Cardinale live in unsere Sendung schalten. Am Sender klang die Live-Schaltung ganz selbstverständlich – aber erst fünf Minuten zuvor war auch klar, dass die Grande Dame mit uns reden wollte.

Claudia Cardinale im Film "Don't Make Waves" (1967).

Thomas Gutersohn:
“Um 10.15 Uhr richtete uns die Assistentin der Schauspielerin aus: Es sei nicht klar, ob Frau Cardinale in einer Stunde tatsächlich für ein Gespräch bereit sei. Man werde es aber versuchen. Eine Stunde später rief ich nochmals an, 11.10 Uhr war es dann, unsere Live-Sendung war bereits am Laufen. Und wir hatten Glück: Die Assistentin gab grünes Licht – Cardinale wolle reden, allerdings nur für drei Minuten.”

Um 11.15 Uhr nahm Claudia Cardinale den Hörer ab: “Si?”

Thomas Gutersohn: “Die Filmredaktoren waren in der Sendung gerade mit dem Festivalrückblick beschäftigt – so blieb mir Zeit, Frau Cardinale auf das folgende Live-Gespräch vorzubereiten. Bestimmt zehn Mal habe ich mich bei ihr bedankt, dass sie sich Zeit genommen hat.”

Das Live-Gespräch mit Claudia Cardinale (das dann doch 5 Minuten dauerte) führte Moderator Eric Facon und kann hier nachgehört werden.

Locarno ist Filmkulisse für eine Farce

Schwarzes Abendkleid, bodenlang und rückenfrei, Zigarette zwischen den Lippen, Cocktail in der Hand – sieht so eine Regisseurin bei der Arbeit aus? Ja, wenn sie aus Frankreich kommt und den schönen Namen Sophie Letourneur trägt.

Sophie Letourneur (rechts) mit ihrer Filmcrew.

Zu vorgerückter Stunde kamen sie und ihre Filmcrew in den Festival-Club Le baron. Jedoch nicht, um zu feiern: Die Regisseurin drehte im Club eine Szene für ihren Kurzfilm. Und da sich mein Projekt mit dem älteren Herrn langsam in Luft auflöste, hatte ich hiermit meine Alternativ-Story.

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Grand Hotel Locarno – Bilder einer vergangenen Ära

Was vom einstigen Glanz des legendären Grand Hotel Locarno übrig blieb: 50 Bilder, die für sich sprechen.

Zhu Rikun über das Filmschaffen in China

Bereits letztes Jahr war Zhu Rikun aus China am Filmfestival Locarno – nämlich als Produzent von «Winter Vacation», des Gewinners des goldenen Leoparden. Dieses Jahr sitzt er in der Jury der «Cineasti del Presente», dem Teil des Wettbewerbs, in welchem Newcomern aus der unabhängigen internationalen Filmszene besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Rikun ist eine der bekanntesten und erfahrensten Persönlichkeiten der chinesischen Independent-Film-Szene und organisierte bis zum Jahr 2011 er das Beijing Independent Film Festival und das Songzhuang Documentary Film Festival China. Brigitte Häring hat ihn zum Interview getroffen.

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Grand Hotel Locarno: Aus dem Leben einer alten Dame

Lange war es das Epizentrum des Filmfestivals: das Grand Hotel Locarno, Schmuckstück aus der Belle Epoque und Wahrzeichen der Stadt. Hier wurde 1946 das Filmfestival gegründet. Und hier wurden später im Garten die ersten Filme auf Grossleinwand gezeigt – und die rauschendsten Partys gefeiert. Diese Ära ist vorbei. Seit 2005 sind die Türen verriegelt, das Haus steht leer.

Der Lack ist ab: Grand Hotel Locarno. (Romano1246)

Exklusiv für unseren Blog werde ich heute durch die verlassenen Räume geführt. Vorab schon mal ein Rückblick auf 130 Jahre bewegte Hotelgeschichte – und unbedingt ansehen: Der letzte Rundgang des Nachtportiers, ein SF-Beitrag von “Schweiz Aktuell”.

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