Der Web-Dok “Nowhere Safe” zeigt in Bild und Ton die prekären Lebensverhältnisse von Menschen, die in der Gesellschaft nicht reüssierten. Das Projekt lässt 15 Personen ihre Umstände schildern.
Fotografie und Audio sind die tragenden Elemente der Web-Dok, die eindrücklich die Geschichten der Menschen lebendig werden lassen. Und das Problem der prekären Lebenssituation sei, so sagen die Macher der Web-Dok, weitverbreitet in Frankreich. Ihr Projekt sei durchaus auch als Beitrag gedacht, der in den kommenden Wahlen in Frankreich diskutiert werden sollte von den politischen Parteien.
Die Geschichten werden untermauert mit Fakten, die eingeblendet werden. Eine Mutter erzählt von der Bleivergiftung ihrer Tochter. Die Zahlen sagen, dass ihr Kind kein Einzelfall ist. Über 5000 Kinder erkranken in Frankreich jedes Jahr an einer Bleivergiftung, weil sie in miserablen Wohnungen hausen müssen, sagt der Einblender.
Fazit: Aufwändig – ein Jahr Recherche – eindrücklich und mit grosser handwerklicher Sorgfalt gemacht. Mir gefallen Projekte sehr gut, die Fotografie und Ton einsetzen, statt “nur” Video zu verwenden. Der Effekt ist ein ganz anderer und wenn es wie hier gut umgesetzt ist, ist das Resultat sehr eindrücklich.

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